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Interview mit Thomas Wenning, Berater Integrale Sicherheit mit Fokus ASGS & IRM

Geschrieben von Admin | Jan 27, 2026 9:00:01 AM

Erfahren Sie im Gespräch mit Thomas Wenning, wie er zu Risiken steht, Unternehmen dabei unterstützt diese zu erkennen und welche Einblicke er in seinen Berufsalltag gibt.

Lieber Thomas.
In wenigen Worten gesagt: Wer ist Thomas Wenning?

Ich bin Berater für Integrale Sicherheit mit Schwerpunkt auf Arbeitssicherheit (ASGS) und Integrales Risikomanagement (IRM). Mein beruflicher Weg begann mit einer fundierten Ausbildung im Handwerklichen Bereich, gefolgt von vielen Jahren praktischer Erfahrung in verschiedenen Industrien. Darüber hinaus war ich mehr als 10 Jahre als Leiter HSE (Health, Safety und Environment) weltweit tätig. Heute unterstütze ich Unternehmen dabei, Sicherheitsprozesse ganzheitlich zu denken und umzusetzen, von der Gefährdungsanalyse bis zur strategischen Risikosteuerung.
Neben meiner beruflichen Tätigkeit spielt Sport seit jeher eine wichtige Rolle in meinem Leben. Ich war lange aktiv im Leistungssport und habe dort Disziplin, Teamgeist und mentale Stärke gelernt, Eigenschaften, die ich heute in meine Arbeit einbringe. Sport bedeutet für mich nicht nur Fitness, sondern auch Ausdauer und Zielorientierung.

 

In Deiner Funktionsbeschreibung steht: Berater Integrale Sicherheit mit Fokus ASGS & IRM. Kannst Du uns aufschlüsseln, was Deine Aufgaben sind?

Als Berater für Integrale Sicherheit mit Fokus auf Arbeitssicherheit (ASGS) und Integrales Risikomanagement (IRM unterstütze ich Unternehmen dabei, Risiken ganzheitlich zu erkennen, zu bewerten und zu steuern. Meine Aufgaben umfassen die Analyse von Gefährdungen und Risiken in Prozessen und Organisationen, die Entwicklung von Sicherheitskonzepten und Risikostrategien sowie die Implementierung von Managementsystemen und Schulungen. Darüber hinaus begleite ich Audits, überwache die Wirksamkeit von Massnahmen und optimiere bestehende Sicherheitsprozesse. Mein Ziel ist es, Sicherheit als festen Bestandteil der Unternehmensstrategie zu etablieren, um Menschen, Werte und Reputation nachhaltig zu schützen.

 

Ich höre immer wieder die Aussage von Kolleginnen und Kollegen, dass sie ihren Job als Berufung sehen. Wie stehst Du dazu?

Ich sehe „Berufung“ als etwas sehr Persönliches. Für mich bedeutet es, den Sinn meiner Arbeit zu verstehen: Warum tue ich das und welchen Mehrwert hat es für andere? Leidenschaft ist wichtig, aber sie braucht Struktur und klare Grenzen, damit sie langfristig tragfähig bleibt. Genau das habe ich im Leistungssport gelernt: Disziplin, Ausdauer und Fokussierung sind entscheidend, um Ziele zu erreichen und gleichzeitig ist Regeneration genauso wichtig. Heute verbinde ich diese Prinzipien mit meiner Arbeit: Ich arbeite mit Herz und Haltung, setze aber auf Standards, Methoden und Teamarbeit. Berufung gibt die Richtung vor, Professionalität und sportliche Disziplin sorgen dafür, dass wir sicher ans Ziel kommen.

 

Das Thema Sicherheit steht bei allen unseren Mitarbeitenden im Vordergrund. Hat das auch Einfluss auf Dich als Privatperson? Wie gehst Du mit Risiken um?

Das Thema Sicherheit begleitet mich nicht nur im Beruf, sondern auch privat. Risiken lassen sich nie ganz vermeiden, aber ich halte sie bewusst klein. Das beginnt bei einfachen Dingen: Ich plane Aktivitäten, prüfe meine Ausrüstung und nehme keine unnötigen Risiken in Kauf, ob beim Sport, im Strassenverkehr oder im Alltag. Für mich bedeutet Risikomanagement nicht Angst, sondern Verantwortung: bewusst entscheiden, vorbereitet sein und Grenzen respektieren. So wie im Beruf gilt auch privat: Sicherheit ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Aufmerksamkeit und klugen Entscheidungen.

 

«IRM Integrales Risikomanagement» – ein Begriff über dessen Bedeutung selbst Fachleute lang diskutieren können. Wie ist Deine Meinung dazu?

IRM – Integrales Risikomanagement ist für mich mehr als ein Schlagwort. Es bedeutet, Risiken nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenspiel aller Unternehmensbereiche. Risiken entstehen nicht nur in der Produktion oder im Projekt, sondern auch in Strategie, Finanzen, IT und Personal. Meine Meinung: IRM ist ein Denkansatz, der Transparenz schafft und Entscheidungen absichert. Es geht darum, Risiken frühzeitig zu erkennen, Wechselwirkungen zu verstehen und Massnahmen so zu steuern, dass Chancen erhalten bleiben. Kurz gesagt: IRM ist kein reines Compliance-Thema, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor.

Lieber Thomas, vielen Dank für das Gespräch.

 

Thomas Wenning

Thomas Wenning arbeitet seit 1. August 2025 im Swiss Safety Center im Team Expertise Services und ist als Berater Integrale Sicherheit mit Fokus ASGS & IRM tätig.